Kategorie: Hundebücher
Ich lauf schon mal vor...
September 19th, 2008heißt das neue Buch von Thomas Baumann (beim Baumann-Mühle-Verlag erhältlich), in dem es um Hundeerziehung und vieles mehr geht.
Und vieles mehr ist wirklich mehr: von ZOS über das Longieren bis hin zu LA-KO-KO ist die ganze Bandbreite seiner Arbeitsmethoden enthalten. Wie gewohnt erklärt Thomas Baumann an Hand von Beispielen, Fotos und Zeichnungen jeden Schritt genau, geht auf strittige Fragen ein und überzeugt erneut nicht nur durch fachliche Kompetenz, sondern vor allem wegen seiner Art des "Erklärens".
ZITAT: "Bleibt in diesem Sinne zu hoffen, dass in hoffentlich absehbarer Zeit der dann immer noch bestrafende Hundetrainer ein eher abschreckendes Beispiel für ratsuchende Hundebesitzer darstellt. Weiterhin bleibt zu hoffen, dass in neuen und modernen Lehrbüchern zum Umgang mit dem Hund die Bestrafung keinen Raum mehr einnehmen wird." Zitat ende
Nun, dem schließe ich mich an. Zumindest Lehrbücher betreffend ist dem bereits verbreitet so.
Es kommt halt auf die Bücher an...
Die Meinungen über ihn und/oder seine Ansichten mögen verschieden sein, als Autor jedoch ist er sicher nicht nur für eingefleischte "Baumann-Fans" ein Könner! Und in diesem Buch findet jeder ein Stück von seinem Hund wieder - und sei es auf Fotos aus Helbigsdorf.
Von Konrad Lorenz: So kam der Mensch auf den Hund
November 4th, 2007...erzählt von der Lebens -und Interessengemeinschaft von Mensch und Hund.
Ein Buch, das hohen wissenschaftlichen Informationswert mit dem Reiz einer jeden Tierfreund bewegenden, faszinierenden Darstellungsweise verbindet.
von Eberhard Trumler: Das Jahr des Hundes
Oktober 29th, 2007Die Arbeit Eberhard Trumlers ist über die wissenschaftlich hervorragende Studie hinaus, praktisches Anleitungsmaterial für die Erziehung und das Leben mit dem eigenen Hund! In diesem Buch wird mit ungewöhnlich schönen Bildern erzählt, wie Hunde sind, wenn sie Hunde sein dürfen.
Wer seinen Hund besser verstehen und vor allem mehr über ihn wissen will, findet beim Lesen was er sucht.
von Suzanne Clothier: Es würde Knochen vom Himmel regnen
Oktober 26th, 2007„Ein Hund ist ein Hund, 24 Stunden am Tag. Seine Welt ist geprägt von dem, was wir sagen und tun, und zwar nicht nur während der Trainingseinheiten, sondern während der gesamten Zeit, die wir mit ihm verbringen“
Dieses Buch empfiehlt sich abends auf der Couch bei einem Glas Wein, den Blick ab und an auf deinen Hund gerichtet, der froh zu sein scheint, dass du dieses Buch gewählt hast, in der Hoffnung, ihn nun besser zu verstehen.
von Patricia B. Mc Connell: Liebst Du mich auch? (die Gefühlswelt bei Hund und Mensch)
Oktober 26th, 2007Ich denke der Titel verrät schon alles. Besonders Halterinnen werden lesen, lesen, lesen.
von Eberhard Trumler: Der schwierige Hund
Oktober 26th, 2007Auszug aus dem Kapitel; Der Kluge Ungehorsam:
Es lässt sich leider nicht immer vermeiden, zuweilen vom Hund unbedingten Gehorsam zu verlangen, besonders in Situationen, in denen es unsere den Notwendigkeiten der Zivilisation unterworfenen Lebensumstände zwingend erfordern. Deswegen sind auch in diesem Buch Ausdrücke wie „zur Ordnung rufen“ oder „in den Griff bekommen“ notwendig.
Ein kluger Hund begreift das, wenn auch nicht immer sofort.
Ein kluger Hund ist zumeist einer, der als Welpe voller Vertrauen zu uns und unserem Tun aufgewachsen ist. Aber solch ein kluger Hund kann auch leicht zu einem scheinbar schwierigen Hund werden. In erster Linie dann, wenn er glaubt, selbst entscheiden zu müssen, wann er folgen muss und wann das gerade nicht notwendig ist.
Manche Leute mögen solche Hunde nicht. Sie sind der Meinung, ein Hund müsse so sein wie ein Lichtschalter: „Ein“ heißt Licht an, „Aus“ heißt Dunkelheit.
Solche Leute können sich auch über Leuchtstoffröhren ärgern, weil die nicht wie Glühbirnen sofort auf das Schaltkommando aufleuchten, sondern je nach Raumtemperatur mit einer gewissen Verzögerung arbeiten.
Reden wir hier von dem Hund, dessen Folgsamkeit bisweilen zu wünschen übrig lässt, obgleich er doch sonst so brav und anhänglich ist....
...Wir aber, die das große Glück haben, mit einem Hund zu leben, der entscheiden kann, wann schneller Gehorsam und wann verzögerter Gehorsam sinnvoll ist, wir sollten das Glück genießen, keinen dummen, keinen seiner Willenskraft beraubten Hund zu haben!
von Günther Bloch: Der Wolf im Hundepelz
Oktober 26th, 2007Auszug aus dem Kapitel: Strafe - ein Deutsches Unwort (Die Beeinflussung des Hundes)
Hundeerziehungsysteme unterliegen leider oft wechselnden Modewelten, anstatt sich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren. Unser Verhältnis zu Hunden und Mitmenschen muss grundsätzlich von einer sozialen Einstellung gegenüber beiden Spezies geprägt sein...
Die permanente Unterordnung des Hundes bedeutet stramm kalkulierte Machtausübung.
Eine hohe Rangposition einzunehmen, darf nicht zum Selbstzweck verkommen.
Wann lassen wir endlich die Kirche im Dorf, entsprechen dem Wesen des Hundes auch aus biologischer Sicht und lassen ihn täglich Teil der Natur sein:
Ja, Hunde SOLLEN buddeln, ihre „verrückten“ fünf Minuten ausleben, mit Artgenossen herumtoben, hier oder da eine kleine Hatz einlegen, Umweltgerüche prüfen, hin und wieder einmal ungehorsam sein oder gelegentlich die Präsenz des Menschen vergessen DÜRFEN.
von Thomas Baumann: Was Hündchen nicht lernt...
Oktober 26th, 2007Kein Auszug, sondern ein persönliches Statement zu diesem Buch von mir:
Dieses „Werk“ ist in meinen Augen nach wie vor eines der besten „Lehrbücher“ für angehende Hundehalter. Ja, selbst jene die glauben, keine neuen Anregungen die Erziehung und Prägung ihres Vierbeiners betreffend, mehr erfahren zu können, sollten sich auf diese Lektüre einlassen!
Allein die große Anzahl seiner Fallbeispiele lassen in Thomas Baumanns Buch nahezu keine Fragen offen. Jeder Hundebesitzer wird an Hand des einen oder anderen Beispiels Verhaltensmuster, Fehler und/oder Irrtümer auf sich bezogen erkennen und den Umgang mit seinem Hund überdenken. Fehler der Vergangenheit besser zu verstehen und/oder solche zukünftig zu vermeiden, ist des Autors größtes Anliegen und gerade er, weiß wovon er spricht!
Gerade Anfängern rate ich: Nicht hinschmeißen, sondern zweimal lesen!
von Thomas Baumann: ...damit wir uns Verstehen
Oktober 26th, 2007Auch hier ein persönliches Statement zu diesem Buch:
Mehr als 4 Jahre (hauptsächlich während meiner Arbeit im Tierheim) besuchte ich die „Baumannsche Mühle“ in Helbigsdorf und durfte dort jeden Samstag die Stunden vom Welpenspiel bis zur Rüppel-Stunde begleiten. Einen eigenen Hund hatte ich damals noch lange nicht, brachte nur ab und zu einen Tierheimbewohner mit und einige male einen Solchen zum Wesenstest bei Thomas. Ich habe zu keiner Zeit, intensiver und mehr zum Verhalten von Hunden – speziell in Gruppen - gelernt, als an jenen Samstagen.
Auch wenn ich später Veränderungen in seinen Methoden war nahm, die mit seinen geschriebenen Ansichten nichts mehr gemein hatten und ich irgendwann nicht mehr dort erschien, weil u.a. für mich nichts mehr zu „holen“ war, eines ist ganz sicher:
Ich habe nie etwas Vergleichbares (beide Bücher betreffend) gelesen!
Aus keiner anderen Lektüre konnte ich für mich persönlich, so vielfältige Einsichten und Erkenntnisse gewinnen und vor allem Umsetzen!
Allerdings möchte ich ausdrücklich betonen, das ich sowohl während meiner früheren wie auch derzeitigen Tätigkeit mit sehr viel mehr unterschiedlichen Hunden verschiedenster Rasse- und Charaktereigenschaften zu tun hatte & habe, als ein „normaler“ Hundebesitzer.
Resultierend daraus beurteile ich eventuell Bücher nach anderen Maßstäben der „Wertigkeit“, als vielleicht jemand, der Rat in prägnanterer Art und Schreibweise sucht.
Ich könnte mir daher vorstellen, dass diese Bücher nicht jeden „Geschmack“ so treffen wie den meinen...
von Uli Köppel: Das Rudelkonzept
Oktober 26th, 2007Auszug aus dem Kapitel: Artgerechte Er-und Beziehung:
Ausbildung ist nichts – artgerechte Er- und Beziehung alles!
Jede Schule und Richtung nimmt natürlich für sich in Anspruch, die neueste und somit beste Erziehungs- und Ausbildungsmethode zu vertreten. Auch wenn sie am eigentlichen Kern, nämlich der wahren Hundepsyche vorbei geht!
Das Angebot ist so vielfältig geworden, dass ein Hundeanfänger leicht den Überblick und somit sein eigentliches Anliegen verliert, nämlich einen sozial-intelligenten Hund zu bekommen.
Man richtet sich NICHT nach den tatsächlichen Bedürfnissen der Hundepsyche, sondern nach menschlicher Egomanie und Geltungsstreben.
Es wäre vielmehr wichtiger, durch artgerechte Sachkenntnis dass so hoch entwickelte Säugetier Hund seines sozial-intelligenten Kontextes nicht zu berauben und angehende Hundehalter nicht zu verunsichern.
Ein unproblematisches Mit- und Füreinander zwischen Mensch und Hund kann es nur dann geben, wenn dem Menschen, dem Hundehalter klar ist, was sein Hund von ihm erwartet, wie ein Hund denkt, lernt und fühlt!
Hieraus ergibt sich dann das harmonische Zusammenspiel zwischen dem Hund und seinem Menschen, welches den schärfsten Kritiker und Hundegegner verstummen lässt.
von Uli Köppel: Von Hunden und Menschen
Oktober 26th, 2007Auszug aus dem Kapitel: ...denn sie wissen nicht, dass wir Hunde sind!
Hundeschulen schießen wie Pilze aus dem Boden. Armer Hund! Armer Mensch!
Hunde sind keine besseren Menschen oder diesen gleichzustellen,
sie sind aber auch keineswegs so dumm, dass man sie nur auf der verhaltenspsychologischen Ebene betrachten darf!
Daher ist ein Anliegen dieses Buches, die wirklichen, artgemäßen Bedürfnisse der Hundepsyche darzustellen – samt den sich daraus ergebenen Konsequenzen und Einsichten für den Menschen als verantwortungsvollen Hundehalter!
Instinktsichere Menschen brauchen auch instinktsichere Hunde!
Es gibt leider scheinbar immer weniger solcher instinktsicheren Mitmenschen...
