Kategorie: Verse & Gedichte
Winterherz
Januar 29th, 2010Im Dämmerlicht
des Sonnenuntergangs
schimmern die Bäume
goldenen Kerzen gleich
Während ein Reifhauch
die Spiegelscheibe
des gemächlichen Flusses
überzieht
ächzt die Schneeerde
unter der Sohlenschwere
und mein hastiger Atem
erstarrt zu ewigem Eis

Du in deiner
"Tropfsteinhöhle"
hockst und hoffst
auf einen Frühling

der dein Winterherz
zum Schmelzen bringt
und vergisst dabei
- während du den Mond anheulst
dass kein Sonnenstrahl
eines noch so schönen Sonnen Auf- oder Untergangs
je einen Felsen durchdrang
Vers-Grundlage von Karin Rohner 2003 im www. gefunden:
- und eklatant abgeändert! Sorry!!!
Fotos: Der Frank und "ich"
(Wichtig: besonders der Mond ist von mir "selbstgemacht")
Euch da draussen - euch mit den weichen Herzen - wünsche ich ein geruhsames Wochenende - wo es möglich ist: am Kaminfeuer!
Für Roki
Januar 28th, 2010Die Hütte ist still, der Schnee fällt leise
- nur vor dem Fenster schimpft die Meise.
Ihr Häuschen ist wohl kalt und leer,
sie findet dort kein Futter mehr...
Die Katzen lockt die Meise nicht
- sie hocken hier im Neonlicht
des Badezimmers auf der Heizung
und hoffen auf `ne Magenreizung...
Kein Hund macht schon ein Auge auf
und ich bin wirklich neidisch drauf.
Die Uhr zeigt an brutal die Stunde
- noch früher gäng` ich vor die Hunde!
und tatsächlich von mir - grad eben um 6 Uhr 38 entworfen!
Das passenden Foto um 8 Uhr 45 geschossen...
![]()
Dem Winter ein Gedicht
Januar 28th, 2010
Klirrende Kälte und frostiger Wind
die ersten Boten des Winters sind.
Unerbittlich zieht er über`s Land
und regiert mit eisiger Hand.

Er lässt gefrieren See und Teich,
bedeckt mit Schnee sein kaltes Reich -
überzieht mit Eisblumen die Fensterscheiben -
und man glaubt, er würd` nun ewig bleiben.

Er lässt es frieren und schneien, wie`s ihm gefällt
- er erschafft eine gar frostige Glitzerwelt.
Dicke Eiszapfen wachsen von Dächern und Bäumen
- wirken wie Kristalle aus Schneekönigins Träumen.
Doch weder Raben noch Krähen hört man krächzen,
nur Bäume und Sträucher unter der Schneelast ächzen.
Hirsche, Rehe und Hasen sind nicht zu sehen
und auch die Menschen woll´n nicht nach draußen gehen.

Nachts im Mondschein leuchtet die Landschaft scheinbar prächtig
und Fürst Winter fühlt sich mit seiner frostigen Kraft groß und mächtig.
Er glaubt in einem Anfall von Größenwahn,
seine eisige Macht dauert nun für immer an.

Doch er täuscht sich, denn Menschen, Tiere und Natur,
wissen es ja allzu besser nur.
Er bringt sie nicht auf Dauer zum Erstarren und Frieren
und wird seinen frostigen Kampf verlieren.

Denn auch die Tage des Winters sind gezählt
so sehr er sich auch müht, anstrengt und quält.
Seine Herrschaft endet, ob er es will oder nicht,
weil irgendwann der Frühling das Eis durchbricht.

Quelle/Text: Copyright 2005 © Medienwerkstatt Mühlacker; MF
Fotos: (bis auf eines) Der Frank
Danke!
![]()
Der Apfel
Januar 21st, 2010fällt nie weit vom Stamm einzeln, ganz für sich
weil er partou nicht anders kann doch immer aus der Masse schaut...
Die Krähe hackt, auch für ihr Brot in der Krähenschar,
den Artgenossen niemals tot der ander`n jedes Krümel klaut...
Selbst in der Dose hier ein Keks Intuitiv ist es ihr einzig Streben:
nicht gern alleine unterwegs das niemand einsam steht im Leben!
