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| Einen unbekannten ausländischen Pflegehund am Flughafen in Empfang zu nehmen, kann weiß Gott nicht so schwer sein, wo doch der Flughafen keine 30km entfernt und die Maschine aus Malaga um 22.30 landet - eine noch recht humane Zeit an einem Montag: Man trifft am Airport ein, wartet auf die Ankunft des Fliegers, danach auf eine zwar unbekannte, aber sicher tierliebe Person die einen Gepäckwagen mit Transportboxen vor sich herschiebt tauscht ein paar Nettigkeiten gegen den Inhalt der Transportbox samt Papieren und macht sich auf den Heimweg, wo das Abenteuer Pflegehund eigentlich erst beginnt... Wem das ebenso einfach erscheint, der wäre vielleicht gern am 7. Mai 2007 mit uns zusammen am Flughafen Dresden gewesen, als wir entgegen meiner Art - überpünktlich, bereits um 22.15 den Airport betraten. Der Flieger hatte 10 Min. Verspätung, so dass wir die beinahe stille Atmosphäre, bei Capuccino und Zigarette genießen konnten. Weitere 10 Minuten konnten wir die überschaubare Menge Wartender beobachten, Charakterprofile erstellen und Berufe raten,bis dann eine, uns zwar unbekannte, aber doch sicher tierliebe Person, einen Gepäckwagen mit Transportboxen vor sich her schiebend, abwartend vor uns stehen blieb. Insgesamt 5 Hunde wurden, nebst Impfpässen, gegen oben erwähnte Nettigkeiten an umstehende „Abholer“ verteilt und ins Abenteuer Pflegehund entlassen. Im Fellfall Laila waren das Sascha & ich. Ein „echter Typ“ Marke Reinhold Messner, der uns bereits beim Betreten des Flughafens auffiel, entpuppte sich als Abholer von Coca. Für die ängstliche schwarzhaarige Schönheit mit braunen Abzeichen wurde vorab per Rundmail ein Fahrer gesucht wurde, der sie von Dresden nach Berlin in ihre Pflegestelle bringen sollte. Da wir uns ebenso angeboten hatten, interessierte und die Hündin von vornherein. |

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Wir zogen unsere jeweiligen Hunde aus den Boxen, nahmen sie auf den Arm und verließen das Gebäude in Richtung Parkplatz. Dort, auf einem Stück Wiese sollten die bislang recht Teilnahmslosen, noch ihr „Geschäft“ verrichten. Jedenfalls möglichst nicht im Auto.
Herr Messner kam 5 Schritte vor uns auf dem Rasen an, setzte Coca ab und stand plötzlich nur mit Halsband und Leine aber OHNE HUND da! Seine Hündin Coca beäugte uns aus einiger Entfernung, ihre neu gewonnene Freiheit nur langsam begreifend, warf einen kurzen Blick auf unsere zum Glück noch angeleinte Laila und lief ziellos aber schnell davon. Wir natürlich hinterher. Ein „fangt den Hund“ zwischen Taxis und Parkhaus begann, bei dem Coca mit ihrer Flucht in Richtung Hauptstraße punktete. Ihr „Abholer“ versuchte an ihr dran zu bleiben, während ich zum Auto stürzte und einer Furie gleich, die vorgeschriebene Fahrtrichtung ignorierend, ebenfalls hinterher jagte. Sascha hatte geistesgegenwärtig unseren Pflegling bereits im Fahrzeug gesichert und mir war klar, welchen ersten Eindruck Laila nun von uns hatte. Warnblinkend kam meine Hundekutsche auf der Hauptstraße zum stehen, aber leider ward kein Hund mehr zu sehen. Mit Kimba folgten wir einem Trampelpfad, der hinter einer Schallmauer liegend, den gemeinen Kleingärtner vom ungehobelten Urlauber trennen sollte. Ich hatte wohl die irrige Hoffnung, Coca würde auf Kimba ausreichend neugierig sein und sich uns, Anschluss suchend, freiwillig „stellen“. Doch auch mit Yukon und Taschenlampen hatten wir keinen Erfolg! Es war nun 23.30 Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass die Nacht des 7. Mai ausgesprochen verregnet war? Ich finde es wichtig (zumindest am Rande) mal anzudeuten, dass es quasi aus Eimern auf uns herab goss, was mit jeder weiteren Minute störender wurde. Coca störte der Regen sicher auch, doch sie konnte praktisch in jedem der zahllosen Gebüsche sitzen oder längst Meilenweit von uns entfernt, in Richtung Stadt unterwegs sein. Keiner sprach aus, was sicher jeder von uns dreien dachte: Glück- Chancen- und Sinnlos weitersuchend, würden wir uns so nur den Tod holen. Es auszusprechen, hieße aufzugeben und Aufgeben bedeutete, schlaflos im Bett zu liegen und sich Chancen auf ein Happy End auszurechnen, hätte man nur weiter gesucht. Dieses „waswäregewesenwenngefühl“ kennt wohl jeder von uns! Coca hatte keine Chance in dieser ihr völlig fremden und tagsüber hoch gefährlichen Umgebung zu überleben. Noch Wütete das Reiseberuhigungsmittel in ihrem Blut und ein Zusammenbruch der gehetzten Hündin war sehr wahrscheinlich. Ein kleiner Pluspunkt auf unserer Seite, den es auszunutzen galt. Die beiden „Jungs“ machten sich zu Fuß auf verschiedene Wege, während ich meine Kutsche bestieg und einfach die Straße hinauf fuhr. Ein gut beleuchteter Parkplatz zu meiner linken, ein etwas zwielichtigerer zu meiner rechten Seite und ziemlich mittig auf ihm, ein dunkler, großer Fleck. Ganz ohne jeden Zweifel war das Coca!!! Zahllose Versteckmöglichkeiten, Autos, Büsche und Sträucher hätten ihr Schutz vor dem Regen, sowie ihren „Jägern“ geben können, doch Coca lag mitten auf diesem Parkplatz klatschnass, vor Angst und Erschöpfung zitternd. Den Motor und die Scheinwerfer ausschaltend, das Handy bereits am Ohr, ließ ich das Auto am Fahrbahnrand ausrollen. Ich schickte Kimba und Yukon raus und hoffte auf ihr richtiges Verhalten. Es goß aus Kübeln, doch miteinander spielend tollten beide über den Parkplatz, stupsten mich auffordernd immer mal an, bis sie Coca schließlich entdeckten. Diese hatte reglos alles verfolgt, verwarf mehrmals ihre Fluchtgedanken und erschien mir zunehmend neugieriger. Meine beiden blieben erst ziemlich verdutzt stehen, näherten sich dann vorsichtig dem Bündel Fell, welches Zähne zeigend in den Regen schnappte, ließen Coca aber gleich darauf einfach links liegen, um weiter über den Beton zu jagen. Ich wünschte mir in diesem Moment lieber ein Gerangel um Unterwerfung, damit ich die Chance zum Zupacken gehabt hätte. Coca duldete die Hunde weiter in ihrer Nähe, aber jeder Schritt von mir wurde überwacht und mit deutlichen Fluchtsignalen beantwortet... Wie lange bereits Scheinwerfer auf uns gerichtet wurden, bevor ich sie bemerkte, weiß ich nicht. Jedenfalls starrte ich plötzlich in die Augen eines Polizeiautos, welches unser Treiben gründlich aus zu leuchten schien. Man kann sich denken, wie es auf die Insassen wirken musste, wenn nachts um 0 Uhr ein Gassiservice (dank meiner Werbung leicht identifizierbar) mitten auf der Straße parkt, statt auf dem Parkplatz, damit der Inhalt seiner Hundekutsche auf selbigem mehr Platz zum spielen hat und all dies bei strömendem Regen! Normal konnte es jedenfalls nicht aussehen, denn es stieg niemand aus. Davor hatte ich aber auch die meiste Angst, würde doch Coca vielleicht vom Parkplatz fliehen, sollte ihr ein weiterer Zweibeiner auf die Pelle rücken. Ab einem gewissen Punkt verliert man jegliche Hemmung davor, sich noch mehr zum Affen zu machen, was ich sogleich durch mein Verhalten unter Beweiß stellte: Beide Hände in ihre Richtung, aber weit von mir gestreckt als würde ich den Bus mit dieser Nummer weg schieben können rief ich ihnen zu: „Bitte nicht her kommen! Bleiben Sie dort!“ Ich mein, mal ehrlich, welche Ambulanz würde man gemeinhin spätestens jetzt hinzu rufen? Daraufhin rollte das Fahrzeug um die Kurve, genau auf meiner Höhe wurde das Fahrerfenster herunter gelassen und die Uniform schaute mich fragend an. Scheinbar verdient man sich selbst eine Zwangsjacke nicht sooo leicht, also ein neuer Versuch: „ Entschuldigung aber es sieht nur nach Spielen aus! Ich versuch nur mit Hilfe der Hunde, den Hund dort in der Mitte so lange abzulenken, bis meine Helfer her kommen und dann versuchen wir ihn zu fangen. Er ist vom Flieger abgehauen...“ Die Uniform nickte mir zu und meinte nur freundlich „Ja machen Sie nur“ Okay, also ist der Sani bereits unterwegs. Die verbleibende Zeit sollte ich nutzen. Ich lief zu meinem Auto und ließ, wie zum Beweiß meiner Dankbarkeit für diesen Freifahrtschein, noch Saschas Hündin Abby und Amy, eine schwarze SH-Dame, die auf Pension bei mir war, aus dem Auto springen. Beide liefen zu Coca, die abermals ihre Zähne blitzen ließ, wandten sich ebenfalls beinahe Schulter zuckend von ihr ab und mischten bei meinen beiden mit. So viel Geringschätzung ließ Coca nicht kalt. Sie erhob sich, die Rute stramm unter ihren Bauch klemmend und lief mit langer Nase neugierig schnuppernd von Hund zu Hund. Diese ignorierten sie auch jetzt noch völlig. Inzwischen waren Sascha und der Yetijäger am Parkplatz angekommen. Sie hielten sich am Rand auf, jeder in einer anderen Ecke, skeptisch unser Treiben unter den Augen der Gesetzeshüter betrachtend. Yukon stockte plötzlich mit gespitzten Ohren und noch bevor ich verstand, rannte er an mir vorbei zum Fahrbahnrand auf die nette Uniform zu, die sich von mir unbemerkt, zu uns in den Regen gesellt hatte. Mein Ruf hätte nichts mehr verhindern können, den mein Hund ist als Herdenschützer besonders nachts nicht gut auf sich nähernde Männer und noch weniger auf Uniformen zu sprechen. Aber scheinbar war dies die Nacht der Überraschungen und so wie er sich zuvor Coca gegenüber tolerant verhielt, fraß er auch den Polizisten nicht. Ich holte mein Herz aus meiner Hose zurück und beantwortete seine Frage, ob ich den keine Leckerlie geben möchte, mit: „Ja ich will!“ Woraufhin er seine Frage wiederholte: ob ich denn keine Leckerlies im Auto hätte... Klar! Verdammt gute Idee! Hatte ich - sogar einen ganzen Sack voll! Ich kapierte immer noch nicht, wieso Mister Uniform mir überhaupt keine Fragen stellte. Er glaubte mir nicht nur, auch hatte er meine hektische Erklärung tatsächlich verstanden! Er wurde nass und es schien ihm nichts auszumachen... „Ohne Fangstange kommen wir hier nicht weiter. Ich ruf die Tierrettung, die haben so etwas“ Mit diesen Worten marschierte er zu seinem Kollegen in die Dienstkutsche, während ich staunend Leckerlie zwischen meine hocherfreute Hundebande warf. Gerade Yukon hasst Regen der bis auf die Haut geht, doch sein Verhalten in dieser Nacht war insgesamt neu für mich. Coca lockerten die Futtergaben zusätzlich auf und mitten unter den Vieren, suchte auch sie den Beton danach ab. Aber ich kam keine 3 Meter ungestraft an sie heran... Mein neuer „Freund“ erschien zurück: Er konnte nicht fassen wieso die Tierretter sich nicht einfach Abholer nannten, da sie scheinbar erst kamen, wenn man ein Tier bereits gefangen hatte, um es dann lediglich ins Tierheim zu bringen! Also hätte er seine Kollegen von der Hundestaffel gerufen, die gerade in der Nähe und somit gleich zur Stelle wären eine Fangstange im Gepäck! Sascha schaute in etwa so erstaunt wie ich. Der Stirnbandtyp verzog keine Miene und war immer noch ziemlich still. Ich schmiss weiter Hände voll Knuspies in die munter fressende Meute, während mir dämmerte welches Versprechen zu geben, ich zukünftig bereit war... Sie rückten zu viert an, stiegen mit Fangstange aus, berieten sich kurz und starteten mehrere Versuche, die alle samt sehr knapp Fehl schlugen. Dann bekam Coca Panik und raste davon. Wieder sprangen die Hunde und ich ins Auto. Die Uniformen verfolgten die Flüchtige kurz, bis ihre Chancen gleich null waren. Coca lief die Straße Richtung Stadt hinunter bis ich sie mit dem Auto überholte. Als mein Bus sich quer auf die Fahrbahn stellte, meine Hunde abermals lustvoll aus dem Auto sprangen, blieb sie zwar stehen und orientierte sich an ihnen einem erneuten Fangversuch durch Sascha und mich, quittierte sie jedoch abermals mit Flucht. Diesmal jagte sie einen Hang hoch, den Polizisten fast entgegen. Diese verfolgten Coca bis zu einem Parkplatz, der direkt an die Rollbahn grenzte und verloren sie aus den Augen... Um 1.15 schüttete der Himmel ganze Flüsse über uns aus und wir gaben auf. Von Coca keine Spur, aber jeden Winkel abgesucht, entschuldigten sich 6 Polizisten beinahe bei uns, weil sie nun nicht länger bleiben konnten! Sie waren im Dienst und diese ihre Hilfe war sicher ihre Pause. Jedenfalls hatten wir sie weder gerufen, noch eine Rechnung zu bezahlen. So dankbar wie ich war, hätte ICH MICH am liebsten pausenlos entschuldigt. Sie waren freiwillig und vom Ergeiz getrieben, pitsch nass geworden, hatten uns weder mit Formalitäten noch mit Fragen aufgehalten und waren schlussendlich ähnlich frustriert wie wir. Ihr Anstifter versprach - meine Visitenkarte entgegen nehmend - gleich eine Suchmeldung heraus zu geben und uns sofort zu informieren, falls Coca gesichtet wird. Sein Rat, die Flugbox auf dem Fundparkplatz für Coca aufzustellen, kaute noch an meinem Ohr, als ich längst allein im Regen stand. Sascha begleitete Herrn Messner zurück zu seinem Auto, dass noch auf dem Parkplatz von Cocas Liegeplatz stand. Vielleicht lag sie bereits wieder genau an der Stelle, wo uns die Freunde und Helfer beistehen wollten?! Ich zog dass nasse „Handtuch“ aus und fuhr ihnen nach. Fast genau 10 Meter. Wie konnte Coca hier verschwinden? Aus der einzig offene Seite kamen alle Jäger und 3 Seiten wurden durch Zäune, Hallen, sowie ein Tor zum Rollfeld hin, eingegrenzt. Wie nass kann man noch werden, wenn es keinen Millimeter trockener Haut mehr gibt und das Wasser in Rinnsalen vom Kopf fließt? Eben! Also stieg ich nochmals aus, suchte in verschiedenen Ecken (ohne Hunde diesmal) mit der Taschenlampe. Ich leuchtete unter jedes Auto, versicherte mir selbst die Sinnlosigkeit meines Tun’ s und fuhr wieder los. In einer Kurve erfassten die Scheinwerfer für eine Sekunde etwas Umgebungsfremdes, so dass ich fluchend auf diesen Blödsinn, automatisiert den Rückwärtsgang einlegend zurück stieß und erstaunlich schnell abermals zum Handy griff: „Sascha komm zurück, ich sehe sie!!! Sie sitzt an eine Halle gedrückt, ganz still. Sie kann nur zu einer Seite weg! Sag dem „Typ“ dass er sein Auto samt der Box her bringen soll“ Aufgeregt wie keinen Moment zuvor ließ ich abermals alle Hunde aus dem Bus. Inzwischen hatte unser Pflegehund Layla in seiner Solobox vermutlich jede Hoffnung auf etwas Menschenverstand aufgegeben. Zumindest war sie scheinbar zufrieden, das all die Aufregung nicht ihr zu gelten schien... Sascha dirigierte meinen Bus als Schranke nutzend, bis auf Zentimeter an den Zaun ca. 15m von Coca entfernt. Meine Hunde warteten auf Futterwerfende Hände - die zitternde Hündin diesmal völlig ignorierend und Coca’ s Betreuer holte die Transportbox aus seinem Auto. Wie wäre es jetzt, wenn wir Coca mit einem ihr noch unbekannten Hund soweit abzulenken versuchen, bis wir vielleicht nah genug an sie heran kommen? Nach hinten konnte sie jedenfalls nicht ausweichen. Unser stiller Freund ließ nun seinen Hund, einen mittelgroßen, mittelschweren, rotbraunen Mischling Namens „PIEPS“ aus dem Kofferraum. Dieser begriff unsere Aufregung kein bisschen, übersah Coca mit absoluter Präzision und erfreute sich statt dessen an dem nachlassendem Regen. Zumindest war Coca von dem Neuen soweit abgelenkt, dass ich die offene Flugbox bis ganz an die Halle rechts von ihr schieben konnte. Ihr verbleibender Fluchtweg betrug nun ca. 7 Meter mitten durch uns hindurch. Unsere Chancen standen erstmals 50:50 und wir hatten es satt! Alles auf eine Karte setzend und beide Männer dicht neben mir, rief ich die Hunde zu mir ran, packte Amy mit meiner linken Hand am Halsband und schob die Verdutzte mit meinen Beinen quer wie einen Schneeschieber ziemlich schnell bis auf einen halben Meter an Coca her rann. Diese duckte sich ängstlich ab, Amy’ s Schnauze nicht aus den Augen lassend, vergaß sie den Menschen hinter Amy für genau die Sekunden, die ich brauchte um mit der rechten Hand fest in ihrem Nacken zu greifen. Beinahe zeitgleich stürzte sich unser fremder Leidensgenosse ebenfalls auf Coca. Ich schwor ihm sofort, dass Coca nun nur noch entkam, wenn sie ihr Fell ablegte. Auf Bisse und wildes Gestrampel gefasst, hob ich sie an ihrem Kragen vom Boden, machte ein paar Schritte bis zur Box, schob die absolut Wehrlose unsanft hinein und knallte die Tür hinter ihr zu. Keuchend hob ich den Kopf und stieß einen Urschrei aus. Völlig unerwartet fiel mir der Piepsbesitzer um den Hals, stieß ebenfalls einen Freudenschrei aus, fiel Sascha um den Hals und nach einem kurzen Schreiwettkampf stellte er sich uns vor: „Übrigens, ich bin Hardy und danke für die Hilfe. Jetzt gibt es erstmal Cafe!“ Der Regen nahm an Stärke wieder zu, als wir die Transportbox in meine Hundekutsche schoben, wo hinter geschlossener Tür Coca ein anderes, eng anliegendes Halsband angezogen wurde. Die daran befestigte Leine, klinkte ich innen an die Gitterstäbe der Box, trocknete Coca mit dem übel nach Schafmist riechendem Handtuch meiner Nachmittagsgruppe ab und erklärte ihr wie Leid mir alles tat. Hardy informierte die Pflegestelle derweil per Handy über den guten „Fang“ und seine „frühe“ Ankunft in Berlin und dann verluden wir Coca neben Pieps in seinen Kofferraum. Es war etwa 1.45 Uhr als wir dort parkten, wo unsere wilde Jagd begann und unter dem Glasdach des Flughafeneingangs, gierig nach Wärme, Hardys Reiseproviant an Cafe schlürften. Hardy’ s Eintrag in mein Gästebuch betrachte ich als Auszeichnung, sein Engagement für den Tierschutz von dem ich erst daraufhin erfuhr mit Bewunderung und unser gemeinsames Erlebnis - vor allem dank des Happy End - als Beweiß dafür, dass Tierschutz zusammen schweißt und Freunde schafft! |
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Ach ja, mein Versprechen dass ich bereit war zu geben, halte ich sicher lange ein: EIN LÄCHELN FÜR JEDEN POLIZISTEN IN (fast) JEDER SITUATION!!! Heute lebt Coca als festes Familienmitglied in ihrer Pflegestelle. Nachdem sie dieses Flugabenteuer verarbeitet hatte und langsam begriff, das Mencshen nicht immer "fürchterlich" sind, darf sie dort zu Hause bleiben. |